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Die erste kräftezehrende Doppelrunde dieser Bayerischen Einzelmeisterschaft 2026 ist Geschichte, und der Staub der Anfangsphase legt sich langsam. Nach vier von neun Runden zeichnet sich ein breites Spitzenfeld ab, während das noch größere Verfolgerfeld inzwischen bis Platz 11 reicht.

Anders als im Frauenturnier hat allerdings niemand mehr die Idealpunktzahl. Der Topgesetzte Zarko Vuckovic von den SF Augsburg findet sich mit 3,5 Punkten an der Spitze der Tabelle. Am Vormittag remisierte er gegen FM Thomas Lendroth, am Nachmittag holte er dann ganz stark gegen den Zweitgesetzten, IM Alexander Belezky, den vollen Punkt.

Doch der Platz an der Sonne gehört ihm nicht allein, denn aktuell gibt es noch zwei weitere Protagonisten mit 3,5 Punkten. Auf Position 2 liegt Tugrul Türel von den SF München. Inzwischen kann man den U16-Spieler nicht mehr als Überraschung an der Spitze bezeichnen: Bereits bei der BEM vor zwei Jahren mischte er vorne mit, und erst kürzlich wurde er mit 5,0 aus 5 Deutscher Amateurmeister. Trotzdem ist es beeindruckend, mit welcher scheinbaren Leichtigkeit er hier auftritt. Am Vormittag musste sich Moritz Ramming ihm geschlagen geben, am Nachmittag erwischte es FM Thomas Lendroth, der zu diesem Zeitpunkt noch Tabellenführer war.

Der andere „Drei-Komma-Fünfer“ ist Tobias Ammon vom SV Altensittenbach. Auch im vergangenen Jahr war er über weite Strecken der BEM in der Spitzengruppe zu finden, konnte nach einem kleinen Rückschlag in der Vorschlussrunde am Ende aber nicht mehr ganz vorne eingreifen. Vielleicht klappt es in diesem Jahr?
Hinter dem Triumvirat an der Tabellenspitze folgen zwei Teilnehmer mit 3,0 Punkten. Viktor Ratushnyi ist der bayerische Pokalsieger und schaffte es kürzlich auf dem Schachgipfel im K.-o.-Modus des Deutschen Pokalwettbewerbs bis ins Halbfinale. Da überrascht es wenig, dass der U16-Spieler vom SC SW Nürnberg-Süd auch bei der BEM eine gute Rolle spielen kann. Dasselbe gilt für Dmytro Kamenskyi vom SK Kriegshaber, der lediglich von Startplatz 15 ins Rennen gegangen ist, nun aber zum erweiterten Spitzenfeld zählt.
Dahinter folgt eine ganze Meute an sechs Verfolgern, die mit 2,5 Punkten noch in direkter Schlagdistanz zur Spitze liegen. Darunter sind einige Favoriten, die es im Laufe des Turniers bisher unglücklich erwischt hat, etwa FM Thomas Lendroth, IM Alexander Belezky oder FM Yaroslav Demchenko. Aber auch zwei der Damen, die sich heuer im allgemeinen Turnier „bei den Männern“ messen, gehören zu dieser Gruppe: Steffi Arnhold und die weiterhin ungeschlagene WFM Marharyta Khrapko. Dazwischen reiht sich noch U20-Crack Florian Fuchs von der DJK SF Haselbach ein, der sich bisher ebenfalls nur einem IM beugen musste.
Und hier alle Ergebnisse auf einen Blick:


Was uns zu folgender Tabelle führt:

Weitere Fotos aus dem Turniersaal sind hier zu finden. Wobei erwähnt werden sollte, dass es gerade in der allgemeinen Klasse bei den Brettern 9 bis 15 nicht immer möglich ist, ein Foto von jedem zu bekommen, da die Teilnehmer hier dicht an dicht hintereinander sitzen und man sich praktisch durch die engen Reihen quetschen und in 20 cm Abstand fotografieren müsste; das führt dann doch zu weit in Sachen Ablenkung. Aber ich werde weiterhin versuchen, jeden einzelnen Teilnehmer für die Galerie noch zu erwischen.
Die Partien der ersten vierzehn Bretter können auf Lichess nachvollzogen werden. Alle weiteren Partien (via PGN) sowie die Runden und Zwischenstände sind auf Chess-Results zu finden.
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