Bayerischer Schachbund e.V.

Theo(dor) Ritter, dem sowohl die Schachbasis als auch die gesamte bayerische Schachgemeinde viel zu verdanken hat, feierte am 2. Dezember im Kreis seiner Familie, seiner Freunde und Weggefährten seinen 70. Geburtstag.

Dabei konnte er nicht nur zurückschauen auf eine lange Zeit erfolgreichen Berufslebens und vielfachen ehrenamtlichen Engagements, sondern  er blickte auch voraus und betonte, dass er mit hoffentlich unverminderter Tatkraft weiterhin für ehrenamtlich übernommene Aufgaben zur Verfügung stehen werde.

Theo Ritter zählt seit nunmehr über drei Jahrzehnten zu den großen Aktivposten im bayerischen Schachsport, von der Vereins- über die Kreis- und Bezirks- bis hin zur Landesebene. Als Motor der 1981 gegründeten Schachabteilung des VfB Friedrich­shofen ist er bis heute ein Mann der Basis, ohne deren Wirken ein Sportverband keine echte gesellschaftliche Berechtigung hat. Ihm lag indes nicht nur das Wohl und Wehe des eigenen Vereins am Herzen, er brachte sich auch erfolgreich in die Entwicklung des Schachkreises Ingolstadt/Freising ein. In seiner Ägide als 1. Kreisvor­sitzender wuchs der Kreis gemessen an der Zahl der aktiven Mitglieder überdurchschnittlich. Dieser sportorganisatorische Erfolg fand u. a. 2005 seine Anerkennung durch die Wahl ins Amt des 2. Vorsitzenden des Schachbezirks Oberbayern. Vor wenigen Jahren, als er sich altersmäßig eigentlich längst im verdienten Ruhestand befand, übernahm Theo Ritter außerdem im Bayerischen Schachbund das vakante Amt des Referenten für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Damit verbindet sich eine Sisyphosarbeit, die von den Vereinen und den Sportlern in ihrem Umfang nicht gesehen und insofern auch nicht richtig zur Kenntnis genommen wird. Zusammen mit seinem langjährigen Schachfreund Karl Weiß ist es ihm mit seiner Durchsetzungskraft gelungen, bei den großen bayerischen Tageszeitungen mit ihren Regionalblättern den Schachsport besser ins Blickfeld zu rücken.

Nachhaltig bekannt gemacht bei den Spitzenspielern und -spielerinnen Bayerns hat sich Theo Ritter als Organisator und Ausrichter zahlreicher Meisterschaften und Turniere. Mit dem damaligen Damenvierländerkampf zwischen Mannschaften aus Österreich, der Schweiz, Württemberg und Bayern besaß sein erstes großes Turnier gleich internationalen Zuschnitt. Oberbayerische und mehrfach auch die Bayerischen Einzelmeisterschaften folgten, die bekanntlich einen enormen logistischen Aufwand erfordern. 2006 organisierte Theo Ritter in Ingolstadt zudem die Deutschen Schnellschach-Einzelmeisterschaften. Ganz besonders herauszustellen sind schließlich die vielen Jugendmeisterschaften und Jugend-Open, die Theo Ritter durchgeführt hat, da ein Sportverband mit der Entwicklung, die er im Nachwuchsbereich erfährt, steht und fällt. Insgesamt kann man verkürzt, aber mit größter Anerkennung sagen: Jedes Jahr ein Turnier – eine Leistung, die der Nachahmung harrt!

Ebenfalls wichtig für einen Sportverband wie den Bayerischen Schachbund ist die Ausrichtung von Mitgliederversammlungen, Präsidiumssitzungen und Funktionärstreffen. Auch hierbei stellte Theo Ritter mehrfach sein organisatorisches Talent zur Verfügung. Noch ist die Bundesversammlung von 2008 in guter Erinnerung und schon planen wir dank seines unermüdlichen Engagements erneut für eine Bundesversammlung in Ingolstadt am 30. Juni des kommenden Jahres.

Keine Frage, dass Theo Ritter von Seiten der Schachorganisation hohe und höchste Ehrungen erfahren hat, von der Ehrennadel des Bayerischen Schachbundes in Gold bereits 1991 bis zu den Ehrenmitgliedschaften im Schachkreis Ingolstadt/Freising, im Schachbezirk Oberbayern sowie im Bayerischen Schachbund. Hinzuzufügen wäre eigentlich nur noch der – inoffizielle – Titel eines „GO“ (Großorganisators) im Bayerischen Schachbund!

Im Namen des Schachkreises, des Schachbezirks und des Bayerischen Schachbundes, und auch ganz persönlich geht ein großes und herzliches Dankeschön an Theo Ritter für all das, was er im Laufe dieser vielen Jahre so umfangreich und außergewöhnlich für unseren Schachsport geleistet hat. Einschließen in den Dank wollen wir seine Frau Sieglinde, ohne deren stets wohlwollende und auch aktive Begleitung die Gesamtleistung vermutlich nicht zustande gekommen wäre.

Peter Eberl
(1. Vorsitzender Schachbezirk Oberbayern)
Dr. Klaus Norbert Münch
(Präsident Bayerischer Schachbund)
Dietrich Hans Wolf
(Ehrenmitglied im BSB, im Schachbezirk Oberbayern und im Schachkreis Ingolstadt/Freising)



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